SEPA (Single Euro Payments Area)

Was bedeutet SEPA für Sie als Firmenkunde?

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben der Europäischen Union wurden am 1. Februar 2014 die nationalen Zahlungsverkehrsverfahren für Überweisungen und Lastschriften in Verbindung mit Kontonummern und Bankleitzahlen für Nichtverbraucher eingestellt.

Aufgrund dessen mussten alle Unternehmen, Vereine oder öffentliche Verwaltungen ab diesem Zeitpunkt auf die neuen SEPA-Zahlungsverkehrsverfahren umstellen.

Bereits seit Anfang 2008 werden mit SEPA (Single Euro Payments Area) nach und nach europaweit einheitliche Standards für Überweisungen, Lastschriften sowie Kartenzahlungen umgesetzt. Der Zahlungsverkehr in Europa wurde dadurch einheitlich und einfach.

IBAN und BIC

Zwingende Verwendung von BIC und IBAN

Da sich die Kontonummern und Bankleitzahlen in den einzelnen Ländern stark voneinander unterscheiden, wurden die IBAN (Internationale Kontonummer) und der BIC (Adresse der Bank) eingeführt. Im Nachfolgenden sind Beispiele aufgeführt, wie der BIC und die IBAN gebildet werden.

Die IBAN wird für jedes Ihrer bestehenden Konten vergeben. Ob Lohn- und Gehaltskonto, Sparkonto oder Termineinlagenkonto usw. - jedes Konto hat eine eigene IBAN.

Überweisungen

Bereits am 28. Januar 2008 starteten die europäischen Kreditinstitute das neue europaweite Überweisungssystem SEPA.

Seit dem 01.02.2014 ist es nur noch möglich SEPA-Überweisungen durchzuführen. Die bisherigen Verfahren auf Länderebene entfallen dann.

 

 

Bestandteile einer SEPA-Überweisung:

  • Name, Vorname oder Firma des Zahlungsempfängers
  • IBAN des Zahlungsempfängers
  • BIC des Kreditinstitutes des Zahlungsempfängers
  • Betrag in Euro
  • Optional: Verwendungszweck
  • Name, Vorname oder Firma des Auftraggebers
  • Ihre IBAN ( zu finden auf Ihrem Kontoauszug oder ihrer VR-BankCard )

 

Das Einreichen von SEPA-Überweisungen mittels Datenträger (Diskette/USB-Stick, usw.) ist nicht mehr möglich. Die Übertragung zu uns ist nur noch online möglich.

Das neue Sepa-Basis-Lastschriftverfahren ( SDD Core )

Der Nachfolger der bisherigen Einzugsermächtigung

Bisher haben Sie Ihrer Versicherungsgesellschaft, Ihrem Stromanbieter, Ihrem Verein usw. schriftlich eine Einwilligung erteilt, mit der die jeweiligen Zahlungsempfänger den Versicherungsbeitrag, den Stromabschlag, den Vereinsbeitrag usw. von Ihrem Konto abbuchen durften.

Die Einzugsermächtigung gilt seit 01.02.2014 nicht mehr und wird durch die Sepa-Basis-Lastschrift ersetzt.

Vorabankündigung (Pre-Notification)

Bisher waren Lastschriften bei Vorlage (Sicht) fällig. Sie erhielten als Einreicher bereits am Einreichungstag die Gutschrift mit vereinbarter Wertstellung auf dem Konto. Zukünftig haben Lastschriften einen festen Fälligkeitstag. Erst an diesem Tag findet die Gutschrift auf dem Einreicherkonto und die Belastung auf dem Konto des Zahlungspflichtigen statt.

Dieser feste Fälligkeitstag muss dem Zahlungspflichtigen vorab mitgeteilt werden. Sofern Zahlungsempfänger und Zahlungspflichtiger nichts anderes vereinbart haben, muss der Zahlungsempfänger spätestens 14 Tage vor dem Fälligkeitstag den Zahlungspflichtigen über die anstehende Lastschrift informieren. Es genügt beispielsweise den Fälligkeitstag auf der Rechnung zu vermerken bzw. anzukündigen. Der Zahlungspflichtige erhält dadurch die Möglichkeit, für den benannten Termin für ausreichend Kontodeckung zu sorgen.

Die Vorabankündigung muss folgende Daten enthalten:

  • Den Betrag und das Fälligkeitsdatum des Lastschrifteinzugs
  • Eine Gläubiger-Identifikationsnummer (siehe Reiter Gläubiger-ID)
  • Die Mandatsreferenz



Mandatsreferenz

Die Mandatsreferenz wird vom Zahlungsempfänger individuell vergeben und dem Zahlungspflichtigen mitgeteilt. Bei Vereinsbeiträgen kann dies die Mitgliedsnummer, beim Stromanbieter die Kundennummer usw. sein. Diese Mandatsreferenz, die Gläubiger-ID und die Zahlungsdaten werden bei jeder SEPA – Lastschrift übermittelt, welche sich als Belastungsbuchung auf dem Kontoauszug des Zahlungspflichtigen wieder finden. Dadurch ist eine eindeutige Zuordnung der Buchung möglich.


Einreichungsfristen

Bisherige Lastschriften mit Einzugsermächtigung sind bei Sicht fällig. Bei den neuen SEPA-Basislastschriften gibt es bestimmte Einreichungsfristen, die zu beachten sind.

Handelt es sich um erstmalige und einmalige SEPA-Basislastschriften müssen diese mindestens sechs Bankarbeitstage vor dem Fälligkeitstermin bei der Bank des Zahlungsempfängers vorliegen.
Handelt es sich um wiederkehrende SEPA-Basislastschriften, wie z. B. Miete, Stromrechnung usw., dann müssen diese drei Bankarbeitstage vor dem Fälligkeitstermin bei der Bank des Zahlungsempfängers vorliegen.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Einreichungsfristen um Bankarbeitstage handelt und nicht um Kalendertage. Sollten die Einreichungsfristen nicht eingehalten werden, kann Ihre SEPA-Basislastschrift nicht ausgeführt werden.


Inkassovereinbarung

Damit Sie Lastschriften auf Ihr Konto einreichen dürfen, benötigen Sie eine Inkassovereinbarung mit Ihrer Hausbank.

Das SEPA-Basis-Lastschriftmandat

Als Zahlungsempfänger holen Sie vom Zahlungspflichtigen, ähnlich wie bei der Einzugsermächtigung, ein Mandat ein. Ihr Kunde bzw. das Mitglied bei Vereinen ermächtigt Sie, fällige Beträge vom Konto einzuziehen. Lastschriftmandate sind Bestandteil von Verträgen, z. B. für die Zahlungsabwicklung von Telefonrechnungen oder Zeitungs-Abo´s.

Der Zahlungspflichtige autorisiert mit dem Mandat den Zahlungsempfänger gegenüber seiner Bank zur Einlösung von SEPA-Lastschriften.

 

Mandate müssen schriftlich erteilt werden

Die Gestaltung des SEPA-Lastschriftmandats ist nicht zwingend festgelegt, sondern nur der Inhalt. Der relevante Text des SEPA-Lastschriftmandats ist im folgenden Wortlaut anzugeben:

    Ich/Wir ermächtige(n) [Name des Zahlungsempfängers], Zahlungen
    von meinem/unserem Konto mittels Lastschrift einzuziehen.
    Zugleich weise(n) ich/wir mein/unser Kreditinstitut an, die von
    [Name des Zahlungsempfängers] auf mein/unser Konto
    gezogenen Lastschriften einzulösen.


    Hinweis: Ich kann/Wir können innerhalb von acht Wochen,
    beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des
    belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die
    mit meinem/unserem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.

     

 

Die jeweiligen Lastschriftmandate müssen zudem folgende Angaben (Autorisierungsdaten) enthalten:

  • Bezeichnung des Zahlungsempfängers
  • Seine Gläubiger-Identifikationsnummer (CI)
  • Kennzeichnung einer einmaligen Zahlung oder wiederkehrenden Zahlung
  • Name des Kunden (Zahlungspflichtigen)
  • Bezeichnung der Bank des Kunden (Zahlungspflichtigen)
  • Kundenkennung (IBAN und BIC)
  • Datum und Unterschriften

Über die Autorisierungsdaten hinaus kann ein Lastschriftmandat zusätzliche Angaben enthalten, zum Beispiel eine Mandatsreferenznummer.


Das „SEPA-Lastschriftmandat“ für das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren gestattet Zahlungspflichtigen autorisierte Lastschriften innerhalb von 8 Wochen nach Belastung ohne Angabe von Gründen zu widersprechen.

Das Lastschriftmandat muss in der Sprache des Zahlungspflichtigen ausgestellt sein. Textbeispiele in den unterschiedlichen Sprachen finden Sie auf der Internetseite des European Payments Council



Was passiert mit den bestehenden Einzugsermächtigungen?

Wenn Sie bisher von Ihren Kunden Lastschriften per Einzugsermächtigung eingezogen haben, können Sie diese in SEPA-Basis-Lastschriftmandate umwandeln. Von Ihrem Kunden benötigen Sie keine neuen Unterschriften. Sie müssen die Zahlungspflichtigen jedoch über den Wechsel von Einzugsermächtigung auf SEPA-Basis-Lastschriftverfahren informieren und folgende Daten mitteilen:

  • Gläubiger – Identifikationsnummer
  • Mandatsreferenz

Ablauf SEPA-Basislastschrift

Das Einreichen von SEPA-Lastschriften mittels Datenträger (Diskette/USB-Stick, usw.) ist nicht mehr möglich. Die Übertragung zu uns ist nur noch online möglich.

Beleghafte Einreichungen von SEPA-Lastschriften sind nicht mehr möglich.